VERGELTUNG - BIS DIR NICHTS MEHR BLEIBT

Eine Familientrgödie, an deren Beginn Lüge, Betrug und Verrat stehen.

Am Ende steht nur noch die Entscheidung:  Er  oder  ich.

Eine Entscheidung, die zwischen Vater und Sohn ausgetragen wird.

 


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Leseprobe vom Anfang des Romans

Oslo, 12. September 2016 

Erik warf einen besorgten Blick hinüber zum Fjord, über dem sich drohend ein Unwetter heranschob. Er sah wieder auf die Uhr, es war jetzt vierzehn Uhr dreißig. Sture Bengtson war seit zehn Minuten überfällig.

 

Auf der Schräge, die vom Fjord hinauf zum Dach führte, waren nur noch einige wenige, verloren wirkende Besucher unterwegs. Dafür frischte der Wind immer mehr auf. Brauste vom Fjord aus heran und fegte in kühlen Böen über das Dach des Opernhauses hinweg. Die Zeit lief ab. Wo blieb nur dieser Bengtson?

Erik entschloss sich, nicht länger zu warten und das Dach zu verlassen. Irgendwas lief nicht wie vereinbart, lief vielleicht in die falsche Richtung, und da mochte er hier oben nicht als mögliche Zielscheibe dienen. Das Sture ihn einfach versetzte, hielt er für unwahrscheinlich. Sture war ein führendes Mitglied der schwedischen Rechtspopulisten und verfügte offenbar über hoch explosive Informationen. Deren Veröffentlichung hätte wohl genug Sprengkraft, um die schwedische Regierung in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Es ergab deshalb keinen Sinn, dieses Treffen leichtfertig platzen zu lassen. Sture brauchte ihn als Journalisten.

Erik schlenderte hinüber zum Aufgang und mischte sich unter die Besucher, die jetzt etwas zügiger das Dach verließen. Gut vorstellbar, dass die Informationen, die Sture ihm verkaufen wollte, eine Nummer zu groß für ihn waren, dass er sich vielleicht daran verhoben hatte. Was auch immer geschehen war, er mochte lieber nicht in dieses Gemenge geraten. Sture würde sich schon melden, wenn ihm das möglich war.

 

Kurz bevor er das Hotel erreichte, holte ihn das Unwetter ein. Mit dicken Tropfen fiel es über ihn her, und er war klatschnass, als er nach zweihundert Metern Sprint das Hotel erreichte.

Der Empfangstresen des Hotels war verweist, und er schlug zweimal auf die Klingel, die auf dem Tresen stand. Und während sich auf den braunen Fliesen um seine Schuhe herum eine kleine Pfütze bildete, tat sich in den räumlichen Tiefen hinter dem Tresen nichts. Kurz entschlossen reckte Erik sich über den Tresen und nahm seinen Zimmerschlüssel vom Schlüsselbrett. Sollte es eine Nachricht für ihn geben, konnte er diese auch später abholen. Und von Sture war keine schriftliche Nachricht zu erwarten.

Erik hatte gerade sein Zimmer erreicht, war noch dabei, sich aus seiner klebrig nassen Jacke zu befreien, als sich sein Smartphone meldete. Es war nur eine kurze Mitteilung, aber diese Mitteilung sollte sein Leben nachhaltig verändern:

„Wir sind aufgeflogen. Verlass Oslo sofort. Treffen achtzehn Uhr Scandinavian Arvika.

  S.B.    Lösch die Nachricht.“

Er las die Nachricht noch einmal, löschte sie, und zog endlich den linken Arm aus seiner nasskalten Jacke. Das „Wir“ in der Nachricht beunruhigte ihn. „WIR sind aufgeflogen“. Er verstaute sein Laptop in der Tasche, riss seinen Koffer aus dem Schrank und hievte ihn aufs Bett. Er war es gewohnt, aus dem Koffer zu leben und musste jetzt nur noch sein Rasier- und Waschzeug verstauen. Auf dem Tisch hinterließ er einen Zettel mit dem Vermerk: „Rechnung an den Verlag“, legte den Zimmerschlüssel darauf und war schon auf dem Flur. Der Fahrstuhl befand sich rechts, nur wenige Schritte von seinem Zimmer entfernt und kam offenbar aus der Tiefgarage herauf. Er zog es vor, seinen Koffer mit der darüber hängenden nassen Jacke über die Treppe zu tragen; das „Wir“ war ihm unter die Haut gefahren, hatte sein Alarmsystem aktiviert. In der Tiefgarage warteten nur drei Fahrzeuge auf ihre Besitzer, und er war der einzige Besucher. Er hetzte zu seinem Fahrzeug, verstaute Koffer und Jacke und weckte sein Navi: Wo lag Arvika?

Arvika in Schweden, hundertsechzig Kilometer von Oslo entfernt. Es war jetzt fünfzehn Uhr fünfzig, er brauchte nur der E18 zu folgen. Mit etwas Glück war das machbar. Aber warum nicht neunzehn Uhr? Es reichten zwei langsame LKWs, und er würde den Zeitrahmen nicht einhalten können. So allmählich nervte ihn diese ganze Sache. Er schaltete das Navi aus, verließ die Tiefgarage und fädelte sich in den Verkehr ein. Wer war er eigentlich, dass er sich so durch die Gegend hetzen ließ?

 

Zwanzig Minuten später lag Oslo hinter ihm, die Grenze nach Schweden überfuhr er um sechzehn Uhr fünfunddreißig. Der Regen wurde wieder stärker.

Zwei Kilometer hinter Töcksfors kroch vor ihm ein mit Baumstämmen beladener LKW aus einem Waldweg auf die Fahrbahn. Erik ließ sich etwas zurückfallen, wollte nicht den hochgewirbelten Dreck auf der Scheibe haben.

Die Zeit rann dahin. Er setzte mehrere Male zum Überholen an und musste doch wieder hinter den LKW zurück. Und dann wurde er allmählich unruhig. Er saß fest hinter dem LKW, während ihm die Zeit davonlief. Als er ihn endlich an einem Berg überholen konnte, war es siebzehn Uhr fünfundzwanzig. Er fuhr am Ortsschild von Arjäng vorbei.

Arjäng! Nur einen Atemzug lang stockte er, dann wusste er, dass etwas verkehrt lief. Er war noch auf der E18, aber Arjäng lag nicht auf seiner Strecke. Dort gab es vor Arvika keinen Ort dieser Größe.

Er steuerte den nächsten Parkplatz an, stieg aus und lief durch den Regen zu einem Toilettenhaus. Die eintönige Fahrt hinter dem LKW, das regelmäßige Schrubben der Scheibenwischer – er hatte sich einlullen lassen. Es musste irgendwo einen Abzweig nach Arvika gegeben haben, und den hatte er übersehen.

Ein langer Kühl-LKW donnerte in einer Gischtwolke vorbei, zog seinen Blick hinter sich her. Er würde es nicht mehr rechtzeitig schaffen. Die Erkenntnis schmerzte geradezu. Bengtson war eine vorsichtige Ratte. Der würde sich kaum noch einmal herauslocken lassen.

Erik sandte ihm eine SMS, bat um Zeitverlängerung. Die Antwort kam prompt: „Ok, bis achtzehn Uhr dreißig.“ Es war siebzehn Uhr siebenunddreißig. Kaum eine echte Chance. Verdammt noch mal, was sollte das für ein Spiel sein?

Er stieg wieder ein, rief sein Navi auf, änderte das Routenprofil auf „kürzeste Strecke“ und gab „Arvika“ ein. Unbekannte Gegend, Dunkelheit und heftiger Regen, was sollte da schon passieren…

Er entschloss sich, alles auf eine Karte zu setzen, schloss die Wagentür, und fuhr wieder zurück auf die Straße.

 

„Nach zweihundert Metern rechts abbiegen.“

 

Na also. Seine Laune hellte sich im gleichen Maße auf, in dem es allmählich dunkel wurde.

Er bog ab, folgte nach wenigen Minuten der neuen Anweisung und war dann auf der Straße zum „Naturreservat Glaskogen“.

Das Navi wusste offenbar, was er bevorzugte: asphaltierte, gerade verlaufende Straßen und möglichst kein Verkehr. Er jagte den BMW die Straße entlang, schien das einzige Fahrzeug auf dieser Strecke quer durch den Wald zu sein. Misstrauisch machte ihn diese Tatsache erstmal nicht.

Vier Kilometer später war jedes Misstrauen überflüssig. Übergangslos wechselte der Straßenbelag von Asphalt zu Schotter. Er ahnte sofort, dass er sich verpokert hatte: Regen, Dunkelheit und Schotterstraße quer durch den Wald. Das war wohl die mieseste aller Karten, und jetzt musste er sie auf Gedeih und Verderb spielen.

Inzwischen leuchteten die Scheinwerfer eine Regengasse zwischen den Bäumen aus, in der nur sichtbar wurde, was das Licht erfasste. Immer wieder tauchten Kurven überraschend vor ihm auf, zwangen ihn zu hektischen Reaktionen. Die Zeit saß ihm im Nacken, die Fahrt wurde allmählich anstrengend und er verfluchte sein Navi.

Die Scheibenwischer! Ihr hastiges Hin- und Herhudeln nervte ihn, machte ihn kribbelig. Außerdem beschlugen die Scheiben. Er tastete nach dem Schalter der Klimaanlage. Im gleichen Augenblick huschte etwas durch sein Blickfeld. Sein Blick zuckte hoch: Im bisher dunklen Rückspiegel bewegten sich die Scheinwerfer eines anderen Fahrzeugs, undeutlich und noch weit hinter ihm. Stures Warnung!

Das Gebläse der Klimaanlage lief auf Hochtouren, und er sah wieder in den Rückspiegel. Die Scheinwerfer kamen näher. Er erhöhte die Geschwindigkeit noch etwas, sah in den Spiegel; das Fahrzeug hinter ihm kam dennoch näher heran.

Vor ihm tauchte die nächste Kurve auf. Der BMW rauschte durch eines der gefühlt zwei Millionen Schlaglöcher, das Wasser spritzte hoch bis an die Seitenscheiben, und gleichzeitig tauchte am Rand der Straße ein kleines, weißes Haus auf. Das Scheinwerferlicht huschte nur rasch über eine Wand, er erkannte eine kleine Treppe zur Haustür und ein einzelnes erleuchtetes Fenster. Dann war er vorbei. Im Scheinwerferlicht vor ihm lag wieder die aufgeweichte Straße.

Erik sah in den Rückspiegel, zurück zur letzten Kurve. Sah schon den Lichtschein, und sofort danach tauchten in der Kurve die Scheinwerfer auf. Sein Verfolger kam ihm unerbittlich näher, und das machte ihn nervös. Deutlich konnte er jetzt erkennen, dass es sich um ein höheres Fahrzeug handeln musste, einen Geländewagen.

Und auf einmal war er zu schnell. Die Kurve raste im Regen auf ihn zu. Er war viel zu nah dran, drohte den BMW zu verlieren. Bäume, nur noch Bäume tauchten vor ihm im Scheinwerferlicht auf. Fluchend zog er das Lenkrad herum, weg von den Bäumen. Von unten schlugen Steine gegen den Boden, während er den Wagen durch die Kurve zwang. Eine gefühlte Ewigkeit lang raste er am Rand der Straße entlang, bis er endlich aus der Kurve hinausfuhr, wieder Gewalt über den Wagen bekam.

Angespannt riskierte er einen schnellen Blick in den Spiegel. Der Kurvenbereich hinter ihm war schon hell beleuchtet.

Etwas in ihm schlug Alarm.

Sein Blick fiel zurück zur Straße und gefror.

Mitten auf der Straße stand jemand. Stand in dieser pechschwarzen Dunkelheit auf dieser aufgeweichten, verdammten Schotterstraße wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Und er raste darauf zu, unfähig, zu reagieren. Starrte nur auf das Wesen in seinem langen, weißen Gewand, auf den alten Korbkinderwagen, den es quer über die Straße vor sich herschob, im Regen, im Scheinwerferlicht, wie über eine Bühne.

Panik schoss in ihm hoch. Er schrie, schrie seine Angst heraus, riss das Lenkrad herum. Instinktiv, kein klarer Gedanke. Alles in ihm wollte fort von diesem Wesen, das ihm nun entgegensah, den Mund erschreckt weit aufgerissen, die Augen groß wie Wagenräder.

Der schwere Wagen rutschte daran vorbei, zu nah, räumte irgendetwas mit dumpfem Aufprall zur Seite.

Er spürte es, spürte diesen Aufprall geradezu schmerzhaft und stemmte den Fuß auf die Bremse. Stemmte das Pedal nieder mit dem Gewicht seines Körpers, umklammerte das Lenkrad mit beiden Händen. Und dann riss es ihn hoch vom Sitz, als ein Baum seine Fahrt jäh stoppte.

Das trockene Krachen, mit dem der Wagen an einer Fichte aufschlug, drang ebenso wenig in sein Bewusstsein wie das Auslösen des Airbags, der verhinderte, dass sein Kopf gegen den Holm oder die Scheibe krachte.

Dann war Stille.

Zehn - zwanzig Sekunden lang saß er nur da, starrte ins Nichts. Kein Gedanke.

 

Die Beifahrertür wurde aufgerissen. „Sind Sie okay?“

 

Eine Frauenstimme. Erik sah hinüber zur Beifahrertür, konnte aber nur den dunklen Umriss einer Kapuze erkennen.

Die Frau auf der Straße‘!

Erik war wieder da. Löste hastig den Gurt, strich mit schnellen Bewegungen kleine Glasbrocken von seiner Kleidung und kletterte über die Mittelkonsole und den Beifahrersitz nach draußen in den Regen. Alles ohne klaren Gedanken.

„Sind Sie verletzt?“ Die Fremde stand im Dunkeln vor ihm, umgeben von dichtem Buschwerk und nur eine Armlänge entfernt. Nur ihren regentriefenden Wachsmantel konnte er erkennen. Zwischen den tropfenden Büschen hindurch sah er auf der Straße den vor sich hin brabbelnden Geländewagen, einen Range Rover.

„Halloo – haben Sie sich verletzt?“ Sie sprach laut jetzt, beugte sich etwas vor, um ihn sehen zu können.

„Ich habe eine Frau angefahren.“ Er ließ sie stehen, hastete an ihr vorbei zur Straße, zum Geländewagen.

„Hier ist keine Frau.“ Sie hatte ihn eingeholt, sah ihn forschend an. „Außer uns beiden ist hier niemand.“

„Doch, verdammt noch mal. Sie war hier. Genau hier.“ Seine Hand wies in einen Bereich der Straße, direkt vor den Geländewagen. Im Scheinwerferlicht waren noch die Spuren zu erkennen, die sein schleudernder Wagen im aufgeweichten Schotterboden hinterlassen hatten.

„Genau hier. Eine große Frau in einem weißen Kleid. Sie schob einen Kinderwagen. So einen uralten kleinen Korbkinderwagen.“ Er sah sie an, sah ihre gefurchte Stirn. „Ja. Ich weiß, das hört sich alles verrückt an. Aber genau so verrückt war es auch. Und ich bin sicher, dass ich sie angefahren habe.“ Der Regen lief ihm in die Augen, er wischte, sah sie wieder an, eindringlich. „Ich habe den Aufprall gehört. Die muss hier irgendwo sein.“

Unruhig, besorgt sah er sich um, suchte den Bereich ab, den die Scheinwerfer ausleuchteten. Aber da war nichts außer Pfützen, in denen dicke Blasen platzten. Er sah ihr Gesicht, ihren skeptischen Blick und ließ sie einfach stehen.

Vor dem Geländewagen her hastete er durch den Matsch auf die andere Straßenseite. Seine Schuhe sanken ein im Morast. Er achtete nicht darauf, lief am Straßenrand entlang, dort wo nasses Gras und kleine Sträucher sich in die Straße hineinfraßen. Suchte im schwachen Licht, suchte zwischen und unter den nassen Sträuchern. Er brauchte Licht. Seine Hände fuhren über die durchnässten Taschen seiner Jacke: sein Smartphone. Er würde den hellen Kleidungsstoff erkennen – oder den Kinderwagen.

Er sah nichts!

Scheiße! Wo bist du? Der Druck in seiner Magengegend nahm zu. Er hatte einen Menschen angefahren.

„Kommen Sie rüber! Hierher!“

Er fuhr herum, sah ihr Smartphone auf der anderen Seite des Range Rovers im Regen leuchten. Empfand ihre Stimme wie einen Stich.

„Ist sie dort?“ Er war schon unterwegs. Sah die Fremde vorgebeugt am Rand der Straße, direkt neben der Stelle, an der er in den Wald gerutscht war.

„Hier unten, unter dem Busch.“ Sie richtete sich auf. „Ich denke, sie ist nicht durch den Unfall hier gelandet. Die hat sich hier verkrochen.“

Das Licht ihres Smartphones schwenkte kurz zu ihm herum, als er näherkam; über ihnen flogen in der Dunkelheit einige Vögel aufgeschreckt davon.

„Das ist Lotta. Ich habe es schon befürchtet, als Sie so fest davon überzeugt waren, hier eine Frau gesehen zu haben.“

„Was meinen Sie?“ Erik wischte sich den Regen aus dem Gesicht, versuchte sie anzusehen, ihr Gesicht genauer zu erkennen.

Das Licht war wieder nach unten gerichtet, leuchtete in den Straßengraben, unter wucherndes Buschwerk und erfasste etwas Helles. Etwas, das hier ganz klar nicht hingehörte. Das war sie.

Wie ein scheues Tier hockte sie, vom Licht erfasst, im knietiefen, nassen Graben. Ein großes, verwundetes Tier in einem schmutzig-weißen Gewand mit überlangen grauen Haaren und einem alten Gesicht, das ihnen mit großen, dunklen Augen entgegensah; Lotta hatte Angst. Weit nach vorn gebeugt wiegte ihr Körper langsam vor und zurück. Ihre Arme hielt sie vor der Brust, presste dort irgendetwas gegen den Körper.

Er schob die Zweige des Busches zur Seite. Merkte nicht, dass ihm der Regen und ein dünnes Rinnsal Blut jetzt auch in die Ärmel liefen. Er musste näher heran. Ging in die Hocke, um genau sehen zu können.

„Lotta ist ein armes Ding. Sie lebt in ihrer eigenen Welt – und in der Welt von Lasse. Das sind gleich zwei Gottesstrafen.“

Die Frau beugte sich mit ihrem Smartphone herunter, näher an Lotta heran.

„Sie wohnt da vorn, in dem kleinen Haus.“ Ihre Hand wies flüchtig in die Richtung, in der er das Haus auch gesehen hatte.

„Lotta?“ Vorsichtig und eher rutschend stieg er zu ihr hinunter in den Graben. Sah, dass sie eine Bewegung machte, als wollte sie aufstehen, vielleicht vor ihm fliehen. Sie zog das Bein an, versuchte sich von ihm weg zu drehen. Aber das Ergebnis war lediglich ein abgehacktes Stöhnen. Etwas hinderte sie daran, die Bewegungen richtig auszuführen. Er blieb, wo er war, beugte sich nur zu ihr herunter.  . . .